Zum Erfolg von Peter Moser
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet, eine Persönlichkeit zu sein, auf die Menschen zugehen. Für mich bedeutet Erfolg auch persönliche Verwirklichung. Wenn Leute mich begrüßen, ist das für mich Erfolg, denn erfolgreich zu sein bedeutet, in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Auch wenn ich Mitarbeiter so motivieren kann, daß sie voll hinter mir stehen, ist das Erfolg, denn ich brauche aktive Mitarbeiter. Ich versuche meinen Mitarbeitern zu vermitteln, daß der Firmenname „Moser“ nicht ich allein bin, sondern daß wir das alle gemeinsam sind. Geht es uns gut, geht es ihnen gut und umgekehrt. Wenn wir gemeinsam an diesem Strang ziehen, sind wir auf dem richtigen Weg.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Anscheinend bin ich erfolgreich, denn sonst hätte ich mehr Zeit für mich selbst. Wenn man Erfolg so definiert wie ich, gibt es nichts Schöneres als zufriedene Kunden, die nach einem erfolgreichen Event oder Catering noch einmal anrufen und sagen, daß alles perfekt war. Diese Bestätigung bedeutet mir persönlich mehr als Geld.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausschlaggebend für den Erfolg war der persönliche Einsatz und mein Versuch, immer alles so perfekt wie möglich zu machen. Gerade zu Beginn ist enormer Arbeitseinsatz notwendig. Das ist vergleichbar mit einem schweren Rad, das man zwei Jahre lang mühsam schieben muß, bis es schließlich selbst zu laufen beginnt. Dann kann man sich auch selbst etwas leisten. In den ersten vier Jahren gönnten wir uns keinen Urlaub, erst seit diesem Jahr leisten wir uns zweimal pro Jahr eine Woche Urlaub.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Mich reizt es, etwas Unmögliches zu organisieren. Wir haben das Motto, nie nein zu sagen, wenn jemand anruft und etwas Ausgefallenes bestellt. Grundsätzlich sagen wir immer zu, denn man kann alles schaffen. Diesen Grundsatz verdeutliche ich auch meinen Mitarbeitern immer wieder.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich fühle mich eigentlich nicht als erfolgreich, sondern viel eher als abgesichert, weil ich weiß, daß es uns gut geht. Es ist mir wichtig, daß die Familie und der Weg, den ich gehe, abgesichert sind. Ich versuche, mich nicht als erfolgreich zu sehen, denn ich würde diese Ansicht als Bremse empfinden.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Der erste erfolgreiche Schritt war meine Heirat, der nächste Schritt war, den Weg in die Selbständigkeit einzuschlagen, denn davon träumte ich seit dem Tod meines Vaters.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Es ist leicht, etwas nachzuahmen, jemanden zu imitieren, aber das ist nicht der richtige Weg. Nur wenn man auf seinem eigenen Weg bleibt, hat man Erfolg.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
In Eferding lernte ich, daß Erfolg allein nicht möglich ist. Ich habe zwar gute Ideen und das richtige Gespür und Know-how, aber um das umzusetzen, brauche ich Mitarbeiter, die hinter mir stehen und versuchen, den Grundgedanken durch ihre eigenen Ideen zu entwickeln.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich habe nur Mitarbeiter, die ich schon sehr lange kenne und von denen ich weiß, daß sie motivierbar sind und wie ich sie motivieren muß. Bei Bewerbungsgesprächen sind für mich hauptsächlich der erste Eindruck und die Körpersprache wichtig.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Liebe Worte bringen mehr als Geld. Ich versuche mit kleinen Späßen die anstrengendste Zeit etwas aufzulockern und lobe meine Mitarbeiterinnen nach einem gelungenen Catering. Mein Verhältnis zu den Mitarbeitern ist kein autoritäres, ich versuche sie in die Familie einzugliedern. Bei großem Arbeitseinsatz vergebe ich Prämien und bei der Weihnachtsfeier bedanke ich mich persönlich bei jedem Mitarbeiter.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir arbeiten dann, wenn andere nicht mehr arbeiten, nämlich am Wochenende und an Feiertagen, und bieten qualitativ optimale und frische Produkte.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das Geschäft ist zugleich mein Hobby. Meine Gattin ist ein perfekter Partner, wir motivieren uns gegenseitig.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Der Mensch wird heute immer mehr durch Maschinen ersetzt. Es ist wichtig, mehr miteinander zu reden, da es schade ist, das persönliche Gespräch durch Emails zu ersetzen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ich möchte erreichen, daß der Betrieb rund läuft, aber trotzdem genügend Zeit für mich selbst bleibt.
Ihr Lebensmotto?
Ich will immer dem Nächsten helfen.