Zum Erfolg von Andreas Tisch
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Es gibt kein Patentrezept für die persönliche Entwicklung und den damit verbundenen Erfolg. Für mich ist wichtig, selbst gesteckte Ziele zu erreichen, die ich zuvor auch schriftlich formuliere. Dies gibt mir die Möglichkeit, später nachzuvollziehen, ob und wie ich meine Lösungen gefunden habe.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ich bin mit meinem heutigen Leben zufrieden und betrachte es auch als Bestätigung, die Funktion des Niederlassungsleiters auszuüben.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich versuche allen Situationen grundsätzlich positiv gegenüberzustehen und neuen Dingen gegenüber offen zu sein. Es war gut, die EBG verlassen zu haben, um andere Blickwinkel kennenzulernen. In dieser Zeit konnte ich vor allem in Rußland Auslandserfahrung sammeln. Nach Steyr zurückzukehren, wo ich geboren wurde, war eine glückliche Fügung. Auch was fachlich kompetente Arbeitskräfte betrifft, ist das Umfeld in Steyr hervorragend.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich empfand mich dann als erfolgreich, wenn ich kleine Ziele erreichen konnte und dies für mich meßbar wurde. Dies betrifft auch private Ziele. Man wächst mit seinen Zielen, Aufgaben und Lösungen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich denke, daß viele kleine und unspektakuläre Entscheidungen zu einer positiven Gesamtbilanz führen. Auch Kontinuität spielte stets eine große Rolle. Ein markanter Punkt war auch mein Schritt, die Konzessions- und Unternehmerprüfung abzulegen. Ich hatte eigentlich ein eigenes Unternehmen geplant, bekam dann aber die Stelle als Niederlassungsleiter angeboten. Ich bin bis heute mit meiner Entscheidung zufrieden.Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein? Ich glaube, daß vorgezeichnete Wege oft an einen Punkt gelangen, wo einem dann das Wissen um den Entstehungsprozeß einer originären Entwicklung fehlt. Ich würde der Originalität grundsätzlich den Vorzug geben. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Zwei Menschen prägten mich. Ich hatte damals zur Geschäftsleitung der Elektroanlagenbau GmbH einen guten Kontakt. In der EBG hatte ich ebenfalls einen Mentor, der heute schon in Pension ist. Er brachte es im Linzer Unternehmen vom Lehrling bis zum Unternehmensleiter und beeindruckte mich als Mensch sehr.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Ich konnte wichtige Baustellen wie beispielsweise das Casino Baden leiten und auch durch meine Aufbauarbeit in Steyr die Anerkennung unserer Kunden erwerben, was mir einiges bedeutet. Dies impliziert ebenso private Kontakte zu Kunden. Auch firmenintern verfüge ich über einen guten Ruf.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ich würde behaupten, daß meine Mitarbeiter einen entscheidenden Anteil an meinem Erfolg haben. Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital jedes Unternehmers. Wenn man es schafft, seine Mitarbeiter gut zu organisieren und ihnen großen Freiraum in ihren Entscheidungen gewährt, kann man erfolgreich sein.Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Fachliche Voraussetzungen sind wichtig. Was mir ebenfalls sehr wichtig erscheint, ist, daß sich ein Bewerber in unsere Mannschaft einleben kann. Letztlich ist vieles eine Frage meines Gefühls. Viele Kollegen kenne ich seit ihrer Lehre, so konnte ich deren Funktionen ihrer eigenen Entwicklung anpassen. Dabei entdeckte ich so manches Talent.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Es ist mir sehr wichtig, meinen Mitarbeitern großen Entscheidungsfreiraum zu lassen, was den Wert ihrer Arbeit in einem ganz anderen Licht stehen läßt.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich denke als Kollege gesehen zu werden, der seine Arbeit macht wie jeder andere und dessen Arbeit genauso wichtig für das Unternehmen ist. Nur gemeinsam kann man Ziele erreichen.
Wie ist Ihr hierarchischer Strukturkoeffizient?
Neben mir als Leiter gibt es meinen Stellvertreter, Herrn Luckeneder, der auch eigenständig Projekte betreut, sowie Herrn Huber, ebenfalls ein langjähriger Mitarbeiter. Auch drei Projekttechniker arbeiten mit uns im Team an Projekten.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Unsere Stärken sind unsere Kundennähe, unser völlig autonomes Agieren und unsere dafür vorhandenen Ressourcen. Wir sind heute in einer unbestritten schwierigen wirtschaftlichen Lage, die wir aufgrund unserer Kompetenz nicht so stark zu spüren bekommen. Im Laufe der Zeit konnten wir stabile Partnerschaften mit Kunden aufbauen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich trenne diese beiden Bereiche nicht. Das heißt nicht, daß ich zuhause nicht abschalten kann. Wenn man etwas gern macht, dann arbeitet man manchmal auch bis zum nächsten Morgen, wenn insgesamt die Balance gewahrt bleibt. Ich habe unter unseren Kunden auch private Freunde.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Fortbildung betreibe ich kontinuierlich, um auf dem jeweils neuesten Stand zu sein. Ich habe mir das Ziel gesteckt mindestens einen Kurs pro Jahr zu besuchen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Es ist ein Ziel für meine Zukunft, mich selbst entbehrlicher zu machen und damit etwas Freiraum vom Alltagsgeschäft zu gewinnen. Ich möchte wieder mehr Zeit für übergeordnete Ziele und Strategien haben.