Zum Erfolg von Klaus Bauer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Zuerst ist der Wunsch da, der sich konkretisiert, und dann kommt die Überlegung, wie ich das Ziel erreichen kann. Gelingt mir das, bin ich erfolgreich.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Meine Ziele habe ich erreicht, daher kann ich mich durchaus als erfolgreich betrachten.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ganz sicher waren mein Fleiß und mein fachliches Wissen ausschlaggebend für meinen Erfolg. Ich bin ein Mensch, der viel überlegt und immer versucht alles noch perfekter zu machen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Ich habe mehrmals erfolgreich entschieden. Es begann schon als Schüler mit der Entscheidung, unbedingt ein Gymnasium besuchen zu wollen. Ebenso erfolgreich war mein Einverständnis zu einem schnellen Studienabschluß, der das Ende des Chemiestudiums bedeutete und schließlich die Entscheidung, vor zwei Jahren eine Filiale in Kühnsdorf zu eröffnen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Das waren die Professoren an der Universität, durch die ich erfahren habe, wie schön es ist, über Wissen zu verfügen.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Ein ungelöstes Problem ist die Preisgestaltung. Wir haben in den letzten Jahren schon einiges von unserer Gewinnspanne abgegeben und sind auch weiterhin bemüht, die Kosten zu dämpfen, wie zuletzt mit dem Solidarbeitrag. Das geht aber nicht so weiter, denn die Medizin braucht die besten Präparate und die haben ihren Preis. Ein weiteres Problem ist der Mangel an guten Fachkräften. Man hat es zu lange versäumt, sich um Nachwuchs zu kümmern.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ich bin nicht in der Lage, alles alleine zu bewältigen, deshalb schätze ich es sehr, kompetente Hilfe durch Mitarbeiterinnen zu haben. Ich muß aber das Heft in der Hand behalten.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Der Mitarbeiter muß bereit sein, längerfristig und durchgängig zu arbeiten, denn sonst reißt der Informationsfluß ab und die Beratung des Kunden ist aufgrund von Unwissenheit nicht möglich. Ich verschaffe mir durch das Erstgespräch und eine befristete Probezeit ein Bild des Bewerbers und gebe eher wenig auf Zeugnisse.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Bei zehn bis zwölf Arbeitsstunden pro Tag bleibt das Privatleben auf der Strecke. Freizeit in Form von wenigen Urlaubstagen habe ich mir schon gegönnt, aber das steht bin keinem Verhältnis zu der Arbeitszeit. Seit einer Erkrankung im Jahre 1999 habe ich mir ausbedungen, daß zumindest die Wochenenden für mich arbeitsfrei sind.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Sehr viel, denn es gibt ständig neue Medikamente und unterschiedlichste Anwendungen, über die der Kunde informiert werden muß. Pro Tag verwende ich sicher eine Stunde für Fortbildung.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Der wichtigste Rat, den ich auch meinen Kindern weitergegeben habe, ist lernen, lernen, lernen. Wir leben in einer Zeit mit einem Überschuß an Akademikern und je mehr Wissen man hat, umso größer sind die Chancen, im Beruf Fuß zu fassen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Große Ziele habe ich heute nicht mehr. Ich möchte mein Haus fertigbauen und mir dann einen Wunsch erfüllen, den ich schon als Jugendlicher hatte, nämlich Schreiben. Ich könnte mir vorstellen, ein Theaterstück zu verfassen. Die Nachfolgefrage ist geregelt, denn einer meiner Söhne ist Apotheker geworden.
Ihr Lebensmotto?
Ohne Fleiß kein Preis.