Zum Erfolg von Bernhard Wendl
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich persönlich Anerkennung, das Ansehen, das ich in meinem Umfeld genieße und die gemeinsame Umsetzung der gesteckten Ziele. Mein Ziel ist es nicht, aus jedem Geschäft den größtmöglichen finanziellen Nutzen zu ziehen, sondern das Geschäft so abzuwickeln, daß ich auch danach meinen Partnern in die Augen schauen kann und ein gutes Verhältnis zu ihnen bewahre.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich sehe mich als erfolgreich.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Ich empfand mich als erfolgreich, als ich in Deutschland meinen ersten Job verlor und nicht strandete, sondern als Selbständiger in der Wirtschaft wirklich Fuß fassen konnte.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne gute Mitarbeiter geht es nicht. Sie sind zwar aus meiner Erfahrung her auch die größte Last, die man als Geschäftsführer oder Unternehmer haben kann, weil sie mit allen ihren persönlichen Problemen kommen, aber es macht auch viel Spaß, wenn man gemeinsam erfolgreich ist.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich treffe meine Auswahl aus dem Bauch heraus nach den ersten zwei Minuten eines persönlichen Gesprächs. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Menschen eingestellt und habe sicher eine hohe Trefferquote.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich habe bisher immer versucht, mein Team so zu führen, daß es im Erfolgsfall allen gut geht, damit, wenn wir Probleme haben, auch alle wissen, daß wir die Probleme gemeinsam lösen müssen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir sind ein Unternehmen, das sehr schnell auf Strömungen und Einflüsse von außen mit Werbung usw. reagieren muß. Wir verkaufen unsere Produkte über das Fernsehen. Das funktioniert nicht mit einer straffen Organisation, sondern die Mannschaft muß jederzeit - teilweise aus chaotischen Bereichen heraus - schnell und flexibel agieren und darf das Ziel nicht aus den Augen verlieren.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Wir treffen unsere Mitbewerber regelmäßig auf diversen Veranstaltungen und pflegen einen guten persönlichen Kontakt zueinander. Meiner Meinung nach braucht man die Konkurrenz, um selber immer am Ball zu bleiben.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Wir versuchen alle im Unternehmen, uns auf eine 60-Stunden Woche einzuschränken und das Wochenende für private Zwecke freizuhalten. Das gelingt mir im allgemeinen recht gut, wenn nicht gerade irgendwelche Fernostreisen anstehen. Ich habe das Glück, daß meine Partnerin und ich die gleichen Hobbys haben, daher macht das gemeinsame Wochenende viel Spaß.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich besuche regelmäßig Seminare und habe gerade letzte Woche eines über Betriebswirtschaftslehre für Geschäftsführung absolviert. Ich versuche, immer auf dem laufenden zu sein, auch im technischen Bereich, was auch mein Privatinteresse ist.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ich würde der nächsten Generation raten, von Anfang in der Berufsausübung und der Standortwahl flexibel zu sein.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein geschäftliches Ziel ist es, die Nachfolge zu schaffen und das Unternehmen gut weiterzuführen im Sinne des Gründers. Mein allgemeines Ziel ist es, seßhaft zu werden und einen Hafen zu finden, wo ich längere Zeit bleiben kann. In den letzten Jahren war ich sehr viel unterwegs, was den privaten Bereich stark belastet hat.
Ihr Lebensmotto?
Der Weg ist das Ziel.