Zum Erfolg von Elmar Clemens Schreiber
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich nicht nur, daß ich mit meinem Leben zufrieden bin und mir meine Arbeit Spaß macht, sondern auch, daß meine Firma, in die ich viel Zeit und Energie investiere, weiter wächst.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Der wichtigste Faktor für meinen Erfolg war meine sehr gute Ausbildung, die ich bei NCR erhielt. Viele Absolventen meines Ausbildungsjahrgangs haben später eigene Firmen gegründet. Wesentlich war für mich auch, daß ich bereits zehn Jahre erfolgreich als Meister tätig war und letztendlich eigenverantwortlich arbeiten wollte. Fleiß und Ausdauer sind ebenfalls Grundlagen für meinen Erfolg, außerdem kann ich sagen, daß ich sehr faire Geschäftspartner habe.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Durch mein Hobby, das Fußballspielen, lernte ich den früheren Inhaber der Firma Guggenmos & Sievers kennen. Er war zu der Zeit als Schiedsrichter tätig. Seine Firma entsprach von der Größe her genau meinen Vorstellungen, und so kam es zur Übernahme.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Die größten Anerkennungen sind für mich meine beiden Meistertitel. Dieser Betrieb, eine ursprünglich kleine mechanische Werkstatt, gehörte zur Handwerkskammer, und um mich in die Handwerksrolle eintragen zu können, mußte ich den Handwerksmeistertitel zusätzlich erwerben. Anerkennung habe ich auch von meinen Eltern erfahren, die sehr stolz auf mich sind.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Die Ausbildung zum Metallfacharbeiter erfolgt immer noch so wie vor 30 Jahren. Die Handwerkskammer hat sich nicht auf neue Maschinen und Techniken eingestellt. Wir sind einer der wenigen Betriebe, die nach einem neuen Modell ausbilden, außerdem sind wir der erste Betrieb in Bayern, der das Verbundmodell eingeführt hat. Wir bilden Feinwerkmechaniker aus, die parallel dazu Maschinenbau studieren, das heißt, wenn dieser Mitarbeiter sein Studium absolviert, schließt er gleichzeitig die Lehre als Feinwerkmechaniker ab. So kann er unmittelbar in die Erwerbstätigkeit gehen und hat sein Praktikum bereits abgeschlossen.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Wir gelten in der Branche als teuer, aber da unsere Kunden unsere Qualität und Zuverlässigkeit schätzen, können wir vernünftige Preise durchsetzen. Ich werde bei meinen Kunden als ehrlicher und zuverlässiger Partner geschätzt. Viele haben mich kritisiert, als ich dieses Objekt gebaut habe. Ich wollte aber einen Betrieb, in dem meine Mitarbeiter und ich sich bei der Arbeit wohlfühlen können, und zum anderen ist das Objekt bei einem Verkauf für jede Branche interessant. Mit einer sauberen und ordentlichen Optik gewinnt man eher Neukunden als mit einer Halle und einem Bürocontainer.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne meine Mitarbeiter kann ich nicht erfolgreich sein, denn sie setzen die Aufträge, die ich abschließe, hervorragend um.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich verlange von meinen Mitarbeitern sehr viel, versuche ihnen dafür aber auch einiges zu bieten. Wenn Fehler gemacht werden, wird vernünftig darüber geredet. Wir haben eine sehr geringe Fluktuation, alle Mitarbeiter, die ich mit übernommen habe, es waren acht, sind heute noch bei uns. Inzwischen beschäftige ich 15 Mitarbeiter, die sich in diesem Betriebsklima sehr wohlfühlen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Zu Beginn war es für meine Frau schwierig, da die Aufbauphase sehr zeitaufwendig war, sie hat jedoch sehr viel Verständnis dafür aufgebracht. Inzwischen trenne ich Beruf und Privatleben strikt, und das gelingt mir sehr gut. Ich bin für den Fußballverein tätig und nehme mir Zeit für Familie und Hobby. Da meine Mitarbeiter sehr zuverlässig arbeiten, kann ich alle acht Wochen eine Woche Urlaub machen.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich verwende viel Zeit, um mich und meine Mitarbeiter ständig auf dem laufenden zu halten. Wenn neue Maschinen installiert werden, erlerne ich, genauso wie meine Mitarbeiter, die Handhabung. Außerdem besuche ich im Jahr etwa drei bis vier Messen.