Zum Erfolg von Ferenc Herczegh
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wenn ich mich in meiner Arbeit verwirklichen kann und zufriedene Gäste habe, fühle ich mich erfolgreich.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Sinne meiner Definition sehe ich mich als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Die Freude am Beruf und meine Intuition. Ein Koch sollte der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt sein, das spiegelt sich dann in seinen Speisen wider. Die Gäste schätzen das, daher habe ich Erfolg.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich suche die Herausforderungen, so habe ich sehr oft den Dienstgeber gewechselt, um immer wieder neue Herausforderungen zu finden. Sie sind die Würze im Alltag und wichtig für den eigenen Elan.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Man muß sich abheben, um erfolgreich zu sein. Das gilt nicht nur für meinen Beruf, sondern für alle anderen.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Das ist der Koch Kalla Kalman, der die moderne ungarische Küche bevorzugt. Bei der traditionellen Wiener Küche ist es Wolfgang Schimansky, der mich beeinflußte. Bei ihm habe ich auch viel über den unternehmerischen Gedanken und Wirtschaftlichkeit gelernt.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das Wertgefühl hat sich mit der Euro-Umstellung bei den Leuten verändert. Es zählt weniger die Qualität, oft nur mehr der Preis. Mit Werbung und Lockangeboten wird zusätzlich manipuliert, dadurch verlieren die Leute den Blick für die Realität. Als seriöse Gastronomen können wir kein Wiener Schnitzel zum selben Preis anbieten wie die Möbelhauskette, die damit Kunden anlocken möchte. Und Qualität hat ihren Preis.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Sie spielen eine wichtige Rolle, denn sie begleiten meine Träume und beruflichen Ziele. Ich konzentriere mich nicht nur auf meinen Erfolg, sondern auch auf den Erfolg der Mitarbeiter. Als Team ist man erfolgreich, und ich gebe daher mein Fachwissen gerne weiter.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir sind ein Familienbetrieb, und die Mitarbeiter gehören zur Familie. Jede einzelne Person ist wichtig für den Betrieb.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir bieten unseren Gästen nicht nur Komfort, sondern führen den Betrieb sehr familiär, und das mögen die Leute. Flexibilität ist auch eine unserer Stärken. Es kommt sehr unterschiedliches Publikum in unser Haus, gehobene Klientel ebenso wie Wanderer und Einheimische, danach richten wir unser Angebot, und alle können sich bei uns wohl fühlen, weil wir auf ihre Bedürfnisse eingehen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Es vermischt sich. Natürlich versuche ich auch Zeit nur für die Familie zu haben, und zum Glück haben wir die Natur vor der Haustüre, dadurch ist es etwas einfacher.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Vor der Berufswahl sollte man den Markt beobachten, um zu sehen, wo man wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Grundvoraussetzung für den Erfolg ist natürlich auch, daß der Beruf Spaß macht. Wenn man seinen Beruf liebt, dann steht dem Erfolg nichts im Wege.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, in meiner Branche weiterhin erfolgreich zu sein, aus dem Dreisternebetrieb einen Viersternebetrieb zu machen und weiter in den Wellnessbereich zu investieren. Meine persönliche Lebensqualität möchte ich auch noch verbessern. Ich habe den Verein KuKuLa ins Leben gerufen und möchte das Thema Kunst und Kulinarik in der Steiermark manifestieren und noch bekannter machen.