Zum Erfolg von Peter Cebul
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg hat für mich mit Nachhaltigkeit zu tun, und darüber hinaus geht es mir um den Gehalt des produzierten Inhaltes. Musik ist ein Gefühl, und je hochwertiger es zum Ausdruck kommt, desto eher fühle ich mich dem Erfolg nahe.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Sinne meiner Definition, sehe ich mich als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Als wesentlich erachte ich meine Freude an der Musik. Es gelang mir, mein Hobby zum Beruf zu machen. Ein Faktor meines Erfolges ist sicher die Tatsache, dass ich oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Qualität ist für mich ein Muss. In der hektischen Atmosphäre eines Tonstudios bin ich bestimmt der ruhende Pol. Sensibilität spielt in der Arbeit mit Musikern eine wichtige Rolle, und dabei kommt mir bestimmt mein zu Studienzeiten vertieftes Wissen über Psychologie und Pädagogik zugute. Zum Erfolg zählt sicherlich, dass ich meinen Betrieb für die Interessenten auch an Wochenenden und Feiertagen geöffnet habe. Betriebswirtschaftlich betrachtet, ist der Erfolg auch darin zu sehen, dass ich Gewinne, so weit wie möglich, in das Unternehmen investierte.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Erst muss ein Problem als solches erkannt und identifiziert werden. Ich gehe größeren Problemen auf den Grund und halte regelmäßige Meetings mit meinem Team ab, um einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch zu pflegen und gemeinsam Probleme zu klären.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Originalität ist ebenso wichtig wie Authentizität und in manchen Situationen natürlich die Kombination aus beiden. Darüber hinaus behaupte ich, dass man nicht zu große Schritte machen sollte, denn schnelles Wachstum ist nicht optimal!
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich ließ mich sicher von so manchem Vorbild inspirieren, dennoch ist Authentizität für mich wichtig. Auch Rainhard Fendrich oder Wolfgang Ambros punkten durch Originalität.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das größte Problem in unserer Branche sehe ich in den gesetzlichen Bestimmungen. Der digitale Prozess wuchs sehr schnell und dabei wurde der finanzielle Aspekt für die kreative Leistung der Produzierenden außer Acht gelassen. Dieses Problem ist allgegenwärtig und hier ist die Gesetzgebung gefordert dementsprechende Lösungen zu finden!
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Ohne meine 5 Mitarbeiter wäre ich nicht in der Lage, die bereits angesprochenen Öffnungszeiten anbieten zu können. Know-How, Interesse an der Musikgestaltung, Verlässlichkeit zählen zu den wesentlichen Eigenschaften meiner Mitarbeiter.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Als Marktführer in Österreich pflege ich mit einigen Mitbewerbern einen sehr guten Umgang. Aber auch das Gegenteil ist vorhanden. Der schlechte Ton ist für manche Mitbewerber eine Selbstverständlichkeit.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir bieten Musizierenden aller Genres unser spezielles Wissen und Know-how im Bereich Audio Engineering für ihre Aufnahmen an. Es gibt viele akustische Feinheiten, wo Expertenwissen von Vorteil ist, obwohl jetzt die Zeit des Home-Recordings ist. In technischer Hinsicht bietet ein Studio aber mehr Extras. Viele Musizierende kommen aus dem Ausland, so z.B. aus Los Angeles, London und Berlin, welche von der Ausstattung überrascht sind und die Aussage tätigen, dass es diesen Stil eines Studios in ihrer Heimatstadt nicht gibt. Mein Konzept lautet: von Mensch zu Mensch - und Bürokratie gibt es bei uns nicht!
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Fortbildung erachte ich in meinem Job als notwendig, obwohl ich mich primär der analogen Technik verschrieben habe. Die Zeit messe ich nicht! Ich habe den digitalen Prozess überlebt und bin einer der wenigen die der analogen Technik auf Grund der Qualität den Vorzug geben. Ich kenne die neuen Techniken, arbeite aber immer noch mit der analogen Technik.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Es ist wesentlich, seine Interessen herauszufinden und viele berufliche Erfahrungen zu sammeln. Nur wer einen Beruf ausübt, der ihm Freude macht, ist auch bereit, mehr zu geben. Für eine Karriere in meinem Metier zählt musikalisches Talent, praktisches Fachwissen und der Wille zur Weiterbildung. Wer diese Eigenschaften mitbringt, dem oder der kann ich diesen Beruf nur empfehlen!
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Der Aufbau der Musikplattform t-on gelang im wesentlichem, und ich wünsche mir, auch zukünftig mit netten Menschen viele interessante Musikprojekte zu verwirklichen.