Zum Erfolg von Christian Löb
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, ein von anderen vorgegebenes Ziel zu erreichen und dafür Anerkennung zu erhalten.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich kann glücklich und zufrieden auf das bisher Erreichte zurückblicken. Das gilt für Beruf und Privatleben. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Die Einsatzfreude und der Spaß am Beruf sind maßgebliche Erfolgsfaktoren. Ich kann sehr gut koordinieren und organisieren, das ist in meiner Position wesentlich wichtiger als ein detailliertes Fachwissen im EDV-Bereich. Zum Erfolg gehört aber immer auch das gewisse Quentchen Glück.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Es sind viele kleine Erfolgserlebnisse, die am Ende den großen Erfolg ausmachen. Eine gute Note oder eine bestandene Prüfung in der Schule gehören ebenso dazu wie der Aufstieg in eine leitende Position oder die Verleihung der Prokura. Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Meine Eltern - Vater war Beamter, und zu Hause gab es bestimmte Regeln, an die man sich zu halten hatte. Diese Erziehung war auch für den weiteren Lebensweg prägend. Innerhalb der Familie waren meine Brüder für mich ein Vorbild, da sie beruflich sehr erfolgreich sind (Franz: Leitender Angestellter, Josef: Leitender Beamter). Mein erster Chef bei der UNIQA, Hubert Riegler, war für meine berufliche Karriere prägend, da er mich förderte und unterstützte. Leider verstarb er unter tragischen Umständen. Mein jetziger Vorgesetzter, Dipl.-Ing. Josef Thiemer, der mich schon seit 1998 begleitet, gibt mir innerhalb der Firma den nötigen Rückhalt.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Je höher die Position innerhalb des Unternehmens, desto seltener wird Anerkennung ausgesprochen. Dennoch erfahre ich hin und wieder direktes oder indirektes Lob für bestimmte Leistungen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Wir sind ein kleines Team und müssen alle an einem Strang ziehen. Daher spielt jeder einzelne Mitarbeiter eine große Rolle beim Gesamterfolg. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Das fachliche Know-how und die Ausbildung müssen dem Jobprofil entsprechen. Wir bevorzugen junge, unverbrauchte und einsatzfreudige Mitarbeiter. Natürlich muß ein Bewerber ins Team passen und mir letztlich auch sympathisch sein.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Haben sie eine Aufgabe gut gemeistert, spreche ich ihnen meine Anerkennung aus. Darüber hinaus gibt es wie in jeder großen Firma ab und zu auch zusätzliche Anreize wie Reisen oder Geschäftsessen. Wichtig ist jedoch, daß eine angenehme Arbeitsatmosphäre herrscht und der Teamgeist stimmt. Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Wir sind eine eigene Aktiengesellschaft innerhalb einer großen Holding. Meine Abteilung besteht aus einem relativ kleinen Team, wodurch wir sehr flexibel und schnell agieren können.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich versuche diese beiden Bereiche nach Möglichkeit zu trennen. Das gelingt nicht immer, und wenn die Arbeit überhand nimmt, bremst mich meine Frau ein wenig ein. Aber sie hat durchaus Verständnis und unterstützt mich auch, wo sie kann. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich nehme jede Möglichkeit zur Fortbildung wahr, seien es Seminare, Vorträge oder Schulungen innerhalb der Firma. Thematisch reicht der Bogen von neuen Versicherungsprodukten bis zur EDV-Technik. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Heute ist es wahrscheinlich nicht mehr so leicht möglich, nur mit einer relativ einfachen Schulbildung (z.B.: Handelsschluabschluß) Karriere in einem Großkonzern zu machen. Die Anforderungen an die Ausbildung werden immer höher, daher kann ich nur zu einer möglichst guten und fundierten Schulbildung raten. Was mir an der jungen Generation abgeht, ist ein gewisser Respekt gegenüber Vorgesetzten und älteren Mitarbeitern. Erfahrungen und praxisbezogene Ratschläge werden nur mehr selten angenommen.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wir sind auf unserem Gebiet die Nummer 1 am Markt. Ich möchte dazu beitragen, diese Position zu halten und die Vorgaben der Firmenleitung effizient umsetzen - auch wenn es in Zeiten von Sparmaßnahmen und gekürzten Budgets nicht leicht ist.
Ihr Lebensmotto?
Der richtige, geradlinige Weg führt zu einem erreichbaren Ziel.