Zum Erfolg von Peter Wolff
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Für mich bedeutet Erfolg, Lebensfreude zu verspüren.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Der maßgebliche Erfolgsfaktor ist das Dranbleiben und die Ausdauer, meine Ziele zu verwirklichen. Und ebenso wichtig ist zu wissen, wohin man möchte, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickeln soll. Dazu bedarf es Erfahrung und fachlicher Kompetenz.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich mache zur Entspannung und Regeneration Spaziergänge in unseren Weingärten.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Mein Erfolg war praktisch vorgegeben, da die Firma schon bestand und von meinen Eltern höchst erfolgreich aufgebaut wurde. Es ist sehr schön und auch ein Vorteil, in einem Betrieb aufzuwachsen, denn man lernt das Geschäft in allen Facetten von der Pike auf und kennt jeden einzelnen Ziegelstein.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Meine wichtigste Entscheidung war, Betriebswirtschaft zu studieren. Damit kann mir auch in kaufmännischer Hinsicht niemand etwas vormachen.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Originalität ist besonders in Traditionsbetrieben wie dem unseren besonders wichtig.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich habe das Gefühl, dass mich während meiner Schulzeit meine Lehrer sehr prägten.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
Meine tägliche Anerkennung ist, dass sich die Gäste bei uns wohl fühlen.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Loyale Mitarbeiter und Kommunikation mit jedem meiner 35 Mitarbeiter sind wesentliche Punkte für den wirtschaftlichen Erfolg.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich erwarte von meinen Mitarbeitern in erster Linie Loyalität und Einsatzbereitschaft.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich verlange nichts, was ich nicht auch selbst bereit bin zu leisten.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich werde von meinen Mitarbeitern als Chef anerkannt und respektiert.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die gute Qualität unserer Produkte - speziell der hervorragende Wein aus eigenem Anbau von den Rieden in Neustift, Sievering, Grinzing und Nußdorf - wird von Kunden und Gästen geschätzt. Dadurch kann sich unser Traditionsbetrieb von den meisten Mitbewerbern deutlich abheben. Natürlich trägt auch unser vielfältiges Buffetangebot nach hauseigenen Familienrezepten zum Erfolg bei.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Ich bin mit meinen Mitbewerbern, teilweise noch aus Schulzeiten, bestens bekannt.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich bin in der glücklichen Lage, diese beiden Bereiche recht gut kombinieren zu können. Für mich ist ein ausgeglichenes und harmonisches Privatleben sehr wichtig, um die Herausforderungen des beruflichen Alltags positiv bewältigen zu können.
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Selbstverständlich besuche ich Weinbaumessen und halte mich in allen Belangen unserer Branche auf dem Laufenden. Wie viel Zeit das in Anspruch nimmt, ist ganz unterschiedlich.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wenn jemand in diesem Gewerbe tätig sein möchte, so sollte er unbedingt Liebe zur Natur mitbringen. Die Weinbautechnik unterliegt einer permanenten Weiterentwicklung. Damit verbunden ist die persönliche Lernbereitschaft, welche zum Erfolgt beiträgt. In den letzten Jahren geht der Trend immer mehr zum Bio-Wein. Sowohl die technischen Gegebenheiten als auch der berufliche Alltag müssen der zukünftigen Entwicklung angepasst werden. Es gibt sehr gute Fachschulen für den Weinbau, jedoch darf die Praxis nicht vergessen werden. Ideal wäre, im Ausland einige Zeit zu verbringen um die Praxis kennen zulernen und somit auch andere Techniken. So z.B. wurde vor kurzer Zeit in den USA eine neue Technik entwickelt, welche de facto eine kleine Revolution im Weinbau darstellt. Mit speziellen Techniken im Rahmen der gekühlten Gärungstechnik ist es möglich, den Wein so zu produzieren, dass er jedes Jahr den gleichen Geschmack hat. Damit verbunden ist logischerweise ein riesiger Kapitalaufwand. Diese Technik wird nur in den größeren Betrieben möglich sein, weil sie sehr kostenintensiv ist. Auf Grund des damit verbundenen Kapitalbedarfes vergrößerten in den letzten Jahren die Top-Ten in der Branche die Weinbaufläche. Diese neue Technik einzuführen ist deshalb notwendig, weil der Konsument diesen -gleichen Geschmack- verlangt. Für jene Weingenießer welche lieber den -ursprünglichen Wein- konsumieren möchten, gibt es im Wiener Raum den so genannten -Gemischten Satz- welcher aus mindestens drei verschiedenen Rebsorten bestehen muss. Der größte Sortenanteil darf nicht höher als fünfzig Prozent sein. Für den Gemischten Satz gibt es die Qualitätsauszeichnung DAC (Districtus Austriae Controllatus). Dieser Gemische Satz bleibt von der vorher beschriebenen Neuen Technik unberührt.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Ziel ist es, die derzeitige Marktposition zu halten und weiter zu festigen.
Ihr Lebensmotto?
Was du nicht willst, das man dir tut, das füg' auch keinem andern zu.