Zum Erfolg von Hannelore Manak
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, in meinem Leben etwas weitergebracht und mir selbst bewiesen zu haben, daß eine Karriere auf dem zweiten Bildungsweg möglich ist.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Motivation und Einsatz - es reizte mich, noch einmal durchzustarten. Der Zeiteinsatz war enorm, sicher 60 Stunden pro Woche in den ersten Jahren. Meine Tochter unterstützte mich gleich zu Beginn, und oft motivierten wir uns gegenseitig, Vorhaben noch abends zu erledigen. Eigene Ideen einzubringen, die auf einer konsequenten Marktdurchforstung und dem Herausfinden der aktuellen Marktnachfrage basieren, und sie dann umzusetzen ist die Säule meines Erfolgs; so gelang es mir, unter den privaten Bildungsanbietern eine Nische für das Unternehmen zu finden. Die Rückendeckung der Institutsleitung ermöglicht mir, neue Ideen auszuprobieren und zur Entfaltung zu bringen.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Unsere Tätigkeit ist eine große, auch soziale, Verantwortung den Mitarbeitern und Kursteilnehmern gegenüber, weil sie vom reibungslosen Ablauf abhängig sind. Durch die Abwechslung, einige Trainings führe ich selbst durch, und bei Bedarf springe ich als Trainerin ein, gelingt es mir, den Kopf frei zu bekommen. Inspiration für neue Kursideen hole ich mir im Austausch mit Kollegen und über umfangreiche Recherchen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Mit dem Aufbau meines Teams, denn nur mit einem guten Team ist der Erfolg möglich.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Mit 42 Jahren noch einmal einen Neuanfang zu wagen und frisch durchzustarten war eine gute Entscheidung, wobei der erste wichtige Schritt die Umschulung zur Trainerin war.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ich wuchs in einem Unternehmerhaushalt auf, meine Eltern führten einen Gastronomiebetrieb, und dadurch wurde ich früh mit unternehmerischen Denk- und Verhaltensweisen konfrontiert bzw. in die Arbeit eingebunden. Nach fünf Jahren Mitarbeit im elterlichen Betrieb wechselte ich zuerst in den Lebensmittelgroßhandel.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Meine wichtigste Mitarbeiterin und mittlerweile auch meine Stellvertreterin ist meine Tochter, die auch mein erster Lehrling war. Mittlerweile holte sie die Matura nach und bildet sich im Bereich des Gesundheitsmanagements weiter. Jede meiner fünf Mitarbeiterinnen ist für den Erfolg der gesamten Kursorganisation gleich wichtig.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Menschlich und fachliche Qualifikation sind für mich gleichwertige Faktoren. Mein Feeling, ob die neue Mitarbeiterin ins Team passen wird, war bis jetzt sehr gut, ansonsten zeigt es sich über das Feedback des Teams und der KursteilnehmerInnen spätestens nach zwei Monaten.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Eigentlich sind wir, obwohl wir 70 TrainerInnen sind, eine große Familie und treffen uns auch außerhalb der Geschäftszeiten. Großen Wert lege ich auf ein gutes Arbeitsklima und auf Gleichbehandlung. Meinen Mitarbeiterinnen gewähre ich in ihren Bereichen viele Freiheiten, damit sie selbständig agieren können. Täglich gibt es ein kurzes Meeting, um den Tagesablauf zu besprechen und Probleme gleich im Entstehen erkennen und zu beheben. Bei mir gibt es keine verschlossene Tür, ich bin offen für Anliegen, sowohl für die der MitarbeiterInnen als auch der KursteilnehmerInnen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Qualität vor Quantität lautet die Unternehmensphilosophie, und daher bemühen wir uns um jeden einzelnen Kursteilnehmer und bieten eine angenehme, offene Atmosphäre. Mit Flexibilität heben wir uns von Mitbewerbern ab, denn wir arbeiten nicht nach starren Kursprogrammen und Terminen und haben so die Möglichkeit, auf jeden Teilnehmer einzugehen und ein eigenes Package aus den verschiedenen Kursinhalten zusammenzustellen. Auch Einzeltermine sind möglich. Auf das Beratungsgespräch legen wir großen Wert, denn daraus ergibt sich der wahre Kursbedarf. Wir reagieren sehr schnell auf den Markt und bieten seit 2007 eine neue Ausbildungsschiene an, die dynamische Persönlichkeitsentwicklung, die wir in Kooperation mit unserem erfahrenen Partner Syscomet durchführen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mit gutem Zeitmanagement und indem ich Prioritäten setzen. Anfangs kam das Privatleben sicher zu kurz, weil ich aufgrund der Eigendynamik des Unternehmenswachstums sehr viel Zeit in meinen Beruf investierte, mittlerweile hat sich das wieder gut eingespielt.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Diverse Auslandsprojekte sind geplant, so gehen wir beispielsweise verstärkt in den Osten (Rußland, Bulgarien) und wollen europaweit Franchisepartner gewinnen.