Zum Erfolg von Klaus G. Koban
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, das Leben nach meiner inneren Vision zu gestalten. Diese innere Vision ist nichts anderes, als die innere Kraft, die mich im täglichen Sein antreibt.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, im Sinne meiner Definition, sehe ich mich als erfolgreich.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Die eigene Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein sind meiner Ansicht nach, wesentliche Erfolgsfaktoren. In den letzten Jahren kristallisierte es sich immer mehr heraus, dass die ausgeprägte Zuneigung zu den Dingen und zu den Mitmenschen für mich von großer Bedeutung sind. Ich gewann dadurch einen anderen Zugang zu Aktivitäten und Mitmenschen. Entscheidend dabei ist authentisch zu arbeiten und zu leben.
Ist Originalität oder Imitation besser, um erfolgreich zu sein?
Für mich zählt, auf das zurückzukehren, was mich selbst ausmacht. Damit steht eher die Originalität als die Imitation im Vordergrund. Dieses Zurückgreifen auf das, was ich in meinem Leben benötige ist eine Art Anker, um meine persönlichen Stärken ausleben zu können. Ein Beispiel dazu: Einer meiner Antriebe ist die Geborgenheit, sowohl im beruflichen Alltag als auch im privaten Umfeld. Wenn ich diese Geborgenheit nicht spüre, dann leidet meine Leistung darunter. Ich muss in jedem Tun und Handeln prüfen, ob das auch meinen Anspruch an Geborgenheit entspricht.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Für mich gab es zwei Vorbilder, welche mich sehr beeindruckten. Mein fachlicher Mentor war Herr Univ. Prof. Dr. Attila Fenyves, welcher mich durch seine ausgeprägte Klarheit in der Analyse, die stringente Behandlung von Sachverhalten und konsequentes Handeln sehr beeindruckt hat. Ebenso das Streben nach einer Spitzenleistung und somit der Beste zu sein. Die zweite Persönlichkeit lernte ich erst im Jahre 2002 im Rahmen meines MBA-Studiums kennen und schätzen. Durch Herrn Prof. Peter Warschafski erlebte ich eine große Persönlichkeitsentwicklung, wodurch ich meine persönlichen Stärken ausbauen konnte und auch die Entwicklung meiner eigenen Vision zuließ. Diese eigene Vision stellte die Basis für meine weitere berufliche Zukunft dar.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Eine sehr große Herausforderung sehe ich im permanenten Beratungsbedarf im Bereich
der neuen Risken, speziell bei den Cyberrisken und auch bei Vertrauens-Schadendeckungen. Das komplexe Thema der betrieblichen Vorsorge möchte ich dabei nicht unerwähnt lassen. Ein weiteres großes Problem sehe ich in der Nachfolge bei den Versicherungsmakler-Unternehmungen. Auch die Digitalisierung und die Schnittstellenthematik mit den Versicherern stellt nach wie vor, ein großes Problem dar. Einen adäquaten Risikotransfer zu schaffen, beschäftigt uns sehr, denn viele Versicherer ziehen sich bei versicherbaren Industrierisiken zurück. Es wird also immer schwieriger bei den Versicherungsunternehmungen die Risiken, welche wir aufgreifen, bei den Versicherern zu platzieren, weil die Versicherer extrem stark ertragsgetrieben sind und daher nur „gesundes Geschäft“ mit hohem Ertrag haben möchten, welches im Privatkundenbereich zu finden ist, aber nicht im Industriebereich.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Im Rahmen des Bewerbungsvorganges versuche ich zu eruieren, welche Vision der, oder die Bewerber/in verfolgt. Danach stelle ich ihnen unsere Unternehmensvision vor, welche auf fünf Säulen beruht. Die lauten wie folgt: Erstens, wir sind ein flexibles, nachhaltig erfolgreiches, familiär geführtes Versicherungsmaklerunternehmen, welches in Österreich zu den TOP DREI gehört und in ein weltweites Netzwerk eingebunden ist. Zweitens, erstklassige Beratung und Service ist durch hohe fachliche und persönliche Kompetenz der Mitarbeiter in allen Versicherungs-, Vorsorge- und Risikofragen gewährleistet. Drittens, die Förderung der Mitarbeiter/innen zum Aufbau und Entwicklung ihrer Kompetenzen und Visionen ist ein stetes Anliegen unseres Hauses. Viertens, wir unterstützen die Gesundheit und Fitness aller Mitarbeiter/innen sowie der Kunden durch das KOBAN MEDICAL NETWORK. Fünftens, Förderung und Unterstützung aller Mitarbeiter/innen und deren Familienmitglieder. Wenn hier ein Einklang zwischen Bewerber und unserer Vision feststellbar ist, steht einer Karriere in unserem Hause nichts entgegen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich möchte meine Mitarbeiter dahingehend motivieren ihr eigenes Leben nach ihrer Vision zu gestalten und sich parallel auch für unsere Unternehmensvision zu begeistern. Der Idealfall stellt sich so dar, dass jede einzelne Persönlichkeit mit ihrer Vision, Teil der Unternehmensvision ist. Diese Einheit bildet eine Synergie, die beide Visionen unterstützt. Es sind die Tools, welche ich von Prof. Dr. Warschawski mitbekommen habe, die schon fast ein Rezept sind. Der Erfolg zeigt sich darin, ein Unternehmen nach dieser Vision zu führen auch danach zu leben.
Wie verhalten Sie sich dem Mitbewerb gegenüber?
Der Mitbewerber ist immer ein Thema für mich. In bestimmten Bereichen ist der Mitbewerber ein Ansporn um noch besser zu werden.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Die Stärken sehe ich darin, dass wir ein familiär geführtes Unternehmen sind und dadurch extrem flexibel und individuell arbeiten können. Wir sind regional aufgestellt, also in allen Bundesländern mit Niederlassungen präsent und sind somit in der Lage ein umfangreiches Service vor Ort anzubieten. Wie bereits angesprochen bieten wir in allen Bereichen bis hin zu ausgefallenen Sparten, die andere Mitbewerber nicht anbieten, wie zum Beispiel einer Garantieversicherung bis zu einer Geschäfts¬führer¬haft¬pflicht¬ver¬sich¬er¬ung und der gesamten betrieblichen Absicherung, ein umfangreiches Leistungsangebot an.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Ich bin der Meinung, dass Alles zusammenhängt. Ich sehe dieses Unternehmen, das familiär geführt wird, als eine Art von erweiterter Familie. Somit ist eine Trennung zwischen Beruf und Privatleben nicht möglich und würde auch meiner persönlichen Vision nicht entsprechen.
Wie viel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Ich sehe die eigene Fortbildung als permanenten Prozess, wobei sich die Zeit nicht wirklich messen lässt, weil wir tagtäglich mit neuen Informationen konfrontiert werden. Wir haben ein eigenes Informationssystem, von dem ich laufend neue Informationen für unser Unternehmen, somit auch für unsere Mitarbeiter erhalte. Wir sind in der glücklichen Situation, eine eigene Ausbildungsakademie – den Koban-Campus - zu führen, welche dazu dient, die fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Mitarbeiter zu fördern. Diese Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter/innen liegt mir sehr am Herzen und stellt auch einen Teil meiner Vision dar.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wer für unser Metier Interesse zeigt, sollte sich für den Lehrberuf des Versicherungskaufmannes entscheiden. In unserem Unternehmen bieten wir bereits seit Jahren Lehrlinge aus, welche zwischenzeitlich auf eine sehr gute Karriere verweisen können. In den letzten Jahren spürten wir verstärkt, dass eine Spezialisierung der Schlüssel für eine Karriere darstellt. Es ist gegenwärtig unmöglich im Versicherungswesen ein Generalist zu sein. Dieses Spezialistentum wird in Zukunft noch mehr in den Vordergrund rücken. Ich bin der Ansicht, dass wir für die junge Generation ein interessantes Berufsbild bieten können, denn zum Beispiel die Cyberthematiken sind sicherlich für IT-affine Jugendliche ein Ansporn, um den Lehrberuf des Versicherungskaufmannes zu ergreifen. Auch weiterhin sehe ich also einen großen Beratungsbedarf, welcher nur durch gut ausgebildeten Nachwuchs abgedeckt werden kann, und dafür sind wir gut aufgestellt.
Ihr Lebensmotto?
Prof. Dr. Warschawski tätigte folgenden Ausspruch: Erfolg ist weder eine Laune der Umstände, noch einfach das Resultat professioneller Kenntnisse und methodischen Vorgehens. Erfolg entspringt vielmehr der Fähigkeit, das Bewusstsein und die persönliche Haltung selber so zu entwickeln, dass die wirklich angestrebten Ziele erreicht werden können.