Zum Erfolg von Friedrich Spandl
Was verstehen Sie unter Erfolg? Darunter verstehe ich, Freude an der Arbeit und das Glück, jene Tätigkeit auszuüben, die man sich gewünscht hat, das heißt in einem Bereich selbständig Entscheidungen treffen zu können und Mitarbeiter zu führen. Wesentlich ist, neben fachlicher Kompetenz auch Teamfähigkeit.
Woraus schöpfen Sie Kraft?
Aus dem Interesse an der Aufgabe welches in weiterer Folge zu hoher Selbstmotivation führen kann.
Sehen Sie sich selbst als erfolgreich?
Ja, in Anbetracht meines Alters, der Größe des Unternehmens und den zahlreichen Chancen und Möglichkeiten, die ich hatte, sehe ich mich als erfolgreich. Wobei das Vertrauen welches mir der Vorstand, Generaldirektor Eisner und der Fachvorstand Dr. Schwarzecker entgegenbringt von immenser Bedeutung ist. Wie sehen Sie die Bereiche Beruf und Privatleben? Ich habe mein Hobby ein wenig zum Beruf gemacht, daher habe ich kein Problem auch länger zu arbeiten. Wenn es interessant ist, Spaß bereitet und sich daraus der gewünschte Erfolg ergibt, ist dies kein Problem. Wichtig ist nicht nur, daß man für sich persönlich etwas erreicht, sondern auch daß man für das Unternehmen etwas erreicht. Die Freizeit und die sogenannte Arbeitszeit sind sehr eng miteinander verbunden. Selbst wenn man im Urlaub ist, geht man mit offenen Augen durch die Welt und sieht sich Dinge an, um diese in weiterer Folge im Beruf einzubringen.Welchen Ratschlag für diesen Beruf können Sie weitergeben? Der fachliche Bereich ist sehr wichtig, ebenso die Weiterbildung, welche man das ganze Leben praktizieren sollte. Wenn ich heute die Chance hätte, mich erneut zu qualifizieren, das heißt ein Studium zu absolvieren, würde ich die sprachlichen Schwerpunkte anders setzen. Da ich selbst Lektor an der Wiener Universität bin, sage ich es meinen Studenten immer wieder, daß es wunderbar ist, wenn man Englisch und Französisch kann, nur dies können mittlerweile schon sehr viele. Gesucht sind andere Sprachen, wenn man beispielsweise eine zentraleuropäische Sprache beherrscht, ist man für ein Unternehmen wertvoller, weil dies ein Markt ist, in dem wir alle tätig sein werden. Die universitäre Ausbildung ist eine gute Basis, aber in Wahrheit kommt die Erfahrung im Berufsleben. Es ist im Leben teilweise wesentlich leichter aber auch manchmal komplizierter als es im Lehrbuch steht. Wissen aufzusaugen und sich anzusehen, wie etwas funktioniert ist sehr wichtig. In einem Großbetrieb muß man davon ausgehen, daß man auch eine entsprechende Zeit Erfahrung sammeln muß um eventuell dadurch die Chance zu bekommen eine höhere Position einzunehmen. Es ist auch sehr wichtig im Haus Kontakte zu knüpfen um das Vertrauen zu den Entscheidungsträgern aufzubauen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Die Motivation hat einen sehr hohen Stellenwert. Die Kollegen und Kolleginnen können sich frühzeitig selbst verwirklichen.Ihr Ratschlag für Erfolg? Wir suchen unsere Mitarbeiter nach entsprechenden Vorbildungskriterien aus. Insbesondere lege ich Wert auf Buchhaltungsverständnis bzw. Verständnis für kaufmännische Zusammenhänge. Ebenso wichtig sind Praxis und die Offenheit für neue Erfahrungen. Auch mit Menschen zu kommunizieren ist mehr denn je gefragt. Kontaktfreudig sollte man sein um einerseits Vertrauen zu gewinnen und um andererseits Informationen zu bekommen. Der Mitarbeiter muß selbst in der Lage sein, die Bank nach außen zu repräsentieren.