Zum Erfolg von Christian Aschauer
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich Unabhängigkeit, besonders von Banken aber auch vom Personal. Ich bin in meinem Unternehmen so integriert und involviert, daß ich selbst in sämtlichen Teilbereichen arbeiten kann. Als besonders erfolgreich sehe ich die Einführung des Lanhouse in Linz, wobei ich ein eigenes Fest in der Ennser Stadthalle organisierte, das ein durchschlagender Erfolg wurde. Vier Tage lang fachsimpelten und spielten ca. 350 Jugendliche völlig friedlich, und obwohl Alkohol ausgeschenkt wurde, gab es keinen einzigen störenden Zwischenfall.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ausdauer, überdurchschnittlicher Zeiteinsatz und natürlich auch das Glück, gute Aufträge bekommen zu haben. Diese bildeten ein gewisses Grundkapital, und ermöglichten neue Versuche und die Verwirklichung von Ideen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Schon seit Beginn meiner Selbständigkeit, wobei die Tendenz immer steigend war. Je größer mein Unternehmen wurde, desto größer wurden auch die Gewinne.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
In diesem Bereich verlasse ich mich im wesentlichen auf meine Intuition. Bildung und Fachwissen sind keine wesentlichen Voraussetzungen, vielmehr brauche ich Individualisten, die sich auch privat für Computer interessieren und sich damit auseinandersetzen. Nach einer gewissen Probezeit entscheide ich dann und wähle meine zukünftigen Mitarbeiter aus. Ich erwarte von meinen Angestellten Selbständigkeit, Eigeninitiative, Pünktlichkeit, Vertrauenswürdigkeit und Ehrlichkeit.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Durch ein gutes Betriebsklima und ein freundschaftliches Verhältnis. Die wichtigste Motivation erfolgt jedoch durch unsere Kunden, deren positives Feedback und Weiterempfehlungen.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Know-how, gutes Service, schnelle Reparaturen, Fachberatung, und, besonders wichtig für die Freaks unter unseren Kunden, ein großes Lager an Ersatzteilen und Zubehör, sowie preisliche Konformität mit den großen Konzernen.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mein Privatleben ist mein Beruf und umgekehrt, hier gibt es absolut keine Trennung. Da mir mein Beruf so viel Spaß bereitet, sehe ich ihn auch nicht als Belastung. Ich arbeite meist sehr lange und auch die Wochenenden sind oft für geschäftliche Dinge verplant. Für meine Freunde und Hobbies bleibt immer noch genügend Zeit, so daß ich mein Leben als ausgeglichen empfinde.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
In unserer Branche erfolgt Weiterbildung großteils über Fachzeitschriften und das Sammeln von Erfahrungen im täglichen Umgang mit Computern. Meine Mitarbeiter und ich wachsen praktisch mit der Materie, Neuheiten werden im Erfahrungsaustausch mit Kollegen in unser Wissensrepertoire integriert.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Wichtig erscheint mir Ausdauer und die Erkenntnis, daß für einen selbständigen Unternehmer ein normales Leben schwierig beizubehalten ist, da sich das Geschäftliche ins Privatleben überträgt und das Abschalten daher äußerst schwierig ist. Für jede Unternehmensgründung sollte ein gewisses Grundkapital zur Verfügung stehen, Gewinne sollten wieder reinvestiert werden und zur Erweiterung oder Verbesserung der Firma dienen. Zusätzliche Tugenden jedes Unternehmers sollten Sparsamkeit und ein gewisser Arbeitswille sein, ungeachtet des Zeitaufwandes.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Wenn die Firma floriert, bin ich allgemein zufrieden, da mein Leben um die Firma herum aufgebaut ist. Ich plane keine weiteren Filialen, möchte jedoch stattdessen das Potential in meinen bestehenden Filialen noch besser ausschöpfen, das heißt, mit meiner jetzigen Unternehmensgröße noch effizienter arbeiten, den momentanen Personalstand und die Strukturen weiter verbessern.