Zum Erfolg von Andreas Schoch
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, Hindernisse im beruflichen und privaten Bereich zu überwinden, unabhängig davon, ob diese positiv oder negativ sein mögen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Im Vergleich mit anderen betrachte ich mich nicht unbedingt als erfolgreich. Für mich persönlich finde ich jedoch, daß mein Weg bisher erfolgreich war.
Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg?
Ich habe immer versucht, mein Bestes zu geben, habe Seminare besucht, Prüfungen bestanden und hart gearbeitet.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Ich versuche, die Herausforderungen des Alltages möglichst Schritt für Schritt zu meistern und alles korrekt zu erledigen.
Ab wann empfanden Sie sich als erfolgreich?
Als erfolgreich erachte ich mich seit der Gründung der Sobukan Sportunion im Jahr 1995. Ich bin Obmann, gleichzeitig auch Lehrer für japanische Kampfkünste und gebe vier Mal pro Woche Unterricht.
Ist Originalität oder Imitation besser um erfolgreich zu sein?
Imitation, als neues Beschreiten erfolgreich erprobter Wege verstanden, ist besser. Allerdings ist auch Originalität in Form von individueller Planung wichtig.
Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat?
Ja, meine Eltern. Sie besitzen ein Gasthaus in St. Margarethen bei Knittelfeld, mein Vater ist Koch und auch noch berufstätig. Mein Bruder arbeitet ebenfalls als Koch in Wien, meine Schwester studiert Medizin.
Welche Anerkennung haben Sie erfahren?
In meinem Beruf ist die positive Rückmeldung der Gäste die größte Anerkennung. Aber auch das Lob von Chef und Kollegen bedeutet Erfolg. Privat finde ich die Anerkennung im Lernerfolg meiner Takeda-Schüler.
Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst?
Das größte Problem im Gastgewerbe ist das Personal. Die Leute wollen nicht mehr in dieser Branche tätig sein, denn niemand ist bereit, am Abend und an Wochenenden zu arbeiten. Auch die Verdienstmöglichkeiten sind schlecht.
Wie werden Sie von Ihrem Umfeld gesehen?
Mein Umfeld betrachtet mich als schwierigen und eigenwilligen Menschen. Ich scheue keine Konfrontation, bin aber auch kompromißbereit.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Die Mitarbeiter sind sehr wichtig für meinen Erfolg.
Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Ich wähle meine Mitarbeiter in persönlichen Gesprächen aus. Auftreten, Eindruck, Umgangsformen und Körpersprache sind wichtige Kriterien.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich motiviere meine Mitarbeiter durch Lob, Wertschätzung und berechtigte Kritik.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Ich bekleide eine Führungsposition und bin gleichzeitig Ansprechpartner für viele Kollegen im Haus, sei es das Küchenpersonal oder die EDV-Abteilung.
Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens?
Das Parkhotel ist ein Haus der Romantik-Gruppe unter privater, sehr persönlicher Führung. Die Romantik-Gruppe beinhaltet ausschließlich Vier-Stern-Hotels mit individuellem Service.Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Es besteht meinerseits durchaus die Bereitschaft, auch gemeinsam mit Kollegen zu arbeiten. Geheime Rezepte gibt es nicht.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Der Beruf hat Vorrang. Das Privatleben ist bei mir gleichzusetzen mit der Sportunion.
Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung?
Soweit es andere Verpflichtungen zulassen, sehr viel. Bei meiner Prüfungstätigkeit für Lehrabschlußprüfungen und die AK-Mitgliedschaft in der Fachgruppe für Hotel und Gastgewerbe ist Weiterbildung natürlich ein ständiges Thema.
Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Jene Ziele, die man wirklich erreichen will, sollte man konsequent verfolgen. Leider haben Lehrberufe ein schlechtes Image und werden immer mehr ins Abseits gedrängt.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Jeder nächste Schritt ist ein Ziel. Ich möchte mich in Zukunft beruflich noch weiterentwickeln, auch in anderen Betrieben und anderen Positionen. Im Sport ist es mein großes Ziel, in der Lehrerhierarchie noch aufzusteigen.
Ihr Lebensmotto?
Das Leben kommt, wie es kommt. Und so muß man es nehmen!