Zum Erfolg von Ferdinand Stadler
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Wesentlich ist, ein Ziel zu haben und konsequent darauf hinzuarbeiten, dann stellt sich früher oder später der Erfolg unweigerlich ein. Natürlich gibt es auch Rückschläge. Ich halte nichts davon, einem Trend hinterherzulaufen.
Sehen Sie sich als erfolgreich?
Ja, ich bin zufrieden - vor allem auch, weil ich bei nationalen und internationalen Vergleichen recht gut abschneide und verschiedene Preise und Auszeichnungen einheimsen konnte.Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Eine Reihe von Faktoren bestimmt meines Erachtens den Erfolg: Konsequenz, Fleiß, Durchhaltevermögen und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Und zu guter Letzt muß einem auch das Glück hold sein.
Wie begegnen Sie Herausforderungen des beruflichen Alltags?
Wir sind ein Mischbetrieb, da wir neben dem Weinbau auch Landwirtschaft betreiben. Die Anforderungen an den Wein sind heute sehr groß - nur mehr Qualitätsprodukte können sich am Markt behaupten. Hier versuche ich, mit einfachen Mitteln hohe Qualität zu erzielen, hochtechnologische Kellereitechnik steht mir allerdings nicht zur Verfügung. Bei auftretenden Problemen muß man zwischen jenen unterscheiden, die aus eigener Kraft nicht veränderbar sind, und jenen, die beeinflußt und ausgemerzt werden können. Gerade in unserem Metier ist man stark wetterabhängig und muß daher stets das Beste aus den Gegebenheiten machen.
In welcher Situation haben Sie erfolgreich entschieden?
Die beste Entscheidung meines Lebens war, vor 20 Jahren meine Frau geheiratet zu haben.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Natürlich wurde ich von der Familientradition geprägt. Auch ein Lehrer in der Fachschule verstand es, mein Interesse für den Weinbau zu wecken. Welches Problem scheint Ihnen in Ihrer Branche als ungelöst? Bei gemeinsamer Vermarktung und Direktvermarktung treten Probleme auf, die man noch nicht lösen konnte. Der Zugang zum Lebensmittelhandel stellt ein Problem dar.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Wir sind ein reiner Familienbetrieb. Mein Vater ist Gott sei Dank noch recht rüstig, und mein Sohn, der bereits erfolgreich seine Facharbeiterprüfung abgelegt hat, beginnt gerade, im Betrieb mitzuarbeiten.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Unser Betrieb ist sehr flexibel und verfügt über die Fähigkeit, rasch auf Strömungen und Herausforderungen zu reagieren. Wie verhalten Sie sich der Konkurrenz gegenüber? Mein Verhalten dem Mitbewerb gegenüber ist fair. Ich versuche, mit Qualität zu punkten.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Das ist ein stetes Zusammenspiel, diese beiden Bereiche lassen sich nicht trennen. Unsere Kinder wachsen automatisch in den Betrieb hinein, jeder beteiligt sich nach seinen Möglichkeiten. Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Ich studiere intensiv Fachliteratur, um auf dem laufenden zu bleiben, und besuche Fachkurse und -seminare.Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich appelliere an die Jugend, mehr Motivation zu zeigen und sich große, aber realistische Ziele zu stecken. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Dann bin ich der Meinung, daß man mit der Zeit gehen sollte und sich vor Neuerungen nicht verschließen darf.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Ein berufliches Ziel ist, weiterhin mit meinem Betrieb erfolgreich zu bleiben. Ganz wesentlich ist mir auch die Gesundheit der Familie.