Zum Erfolg von Thomas Hofmann
Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
Beruflicher Erfolg ist sicher wichtig, wobei die private Situation erst die Voraussetzung dafür schafft. Natürlich ist Erfolg, der sich in positiven Geschäftszahlen ausdrückt, für mich sehr wichtig, ich möchte aber nie die Qualität aus den Augen verlieren. Es macht mir auch Freude, meinen Erfolg mit meinen Mitarbeitern zu teilen. Was war ausschlaggebend für Ihren Erfolg? Ich bin heute der Meinung, daß das Glück eines Menschen doch zu achtzig Prozent in den eigenen Händen liegt. Wenn man selbst in schwierigen Situationen Optimismus behält, wird man jeden Strohhalm, der einem gereicht wird, auch sehen können. Stehvermögen ist also sehr wichtig.Gibt es jemanden, der Ihren beruflichen Lebensweg besonders geprägt hat? Mein Vater hat mich immer sehr erfolgsorientiert erzogen, was mir sicher sehr half. Mich haben immer Menschen fasziniert, die ihre Fähigkeiten nützten.
Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei Ihrem Erfolg?
Eine Redewendung, die dazu einfällt, lautet, daß ein Unternehmen immer so nur gut funktioniert, wie es läuft, wenn der Chef nicht da ist. Man kann sich natürlich nur auf seine Mitarbeiter verlassen, wenn man sie zu Eigeninitiative motiviert. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus? Ich bin der Meinung, daß man alles Fachliche lernen kann. Deswegen schaue ich mir die persönliche Komponente sehr genau an, und lege großen Wert auf natürliches Interesse. Ich ziehe meistens mehr Bewerber als notwendig zur Beurteilung heran und lasse mir dabei viel Zeit. Gewisse Faktoren, wie beispielsweise gute Umgangsformen, kann ich auch nur im persönlichen Gespräch beurteilen.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Ich habe in meiner Funktion als Direktor des Astron in Leipzig viel über Motivation gelernt. Ich achte auf ein Miteinander, ohne mich privat zu sehr auf meine Mitarbeiter einzulassen und informiere die Angestellten regelmäßig über den Erfolg des Unternehmens.
Wie werden Sie von Ihren Mitarbeitern gesehen?
Diese Frage sollte man sich immer wieder stellen, um sich selbst zu reflektieren. Meine Autorität wird, denke ich, vor allem in fachlicher Hinsicht gern anerkannt.Welche sind die Stärken Ihres Unternehmens? Die Nähe zum Gast ist bei uns natürlich das A und O. Wir leben von unserem guten Ruf, was in einem kleinen Haus wie dem unseren eher leichter gelingt als in einem großen Hotel.
Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Mir kommt zugute, daß meine Partnerin auch in der Hotelbranche tätig ist und wir deswegen Verständnis für berufliche Zwänge aufbringen können. Deshalb kann ich die beiden Bereiche gut vereinbaren.Wieviel Zeit verwenden Sie für Ihre Fortbildung? Leider verwende ich, seit ich nicht nur für eine Hotelgruppe tätig bin, zu wenig Zeit für meine Fortbildung. In einem großen Unternehmen wäre es leichter, weil Weiterbildungsmaßnahmen in größeren Firmen oft firmenintern geregelt sind. Ich besuche aber ungefähr einmal pro Monat eine Fortbildungsveranstaltung. Welchen Rat möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Ich habe die autoritäre Seite der Erziehung durch meinen Vater kennengelernt, die sicher gut gemeint war. Die Dinge haben sich jedoch verändert, so daß Eigenverantwortlichkeit und eigene Entscheidungskompetenz heute sicher wichtiger sind als je zuvor. Man muß sich Ziele stecken, die auch erreichbar sind.
Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?
Mein Aufenthalt in Kanada hat mich sicher dahingehend geprägt, daß ich lernte, mir hohe Ziele zu stecken. Vor diesem Hintergrund möchte ich mich immer mit meiner Tätigkeit identifizieren können.
Ihr Lebensmotto?
Love it, change it or leave ist!